DER RING DES NIBELUNGEN REVIEWS

WAGNER Das Rheingold

Anhaltisches Theater Dessau
February 2015

Deutsche Bühne

“Dass nicht nur der Götterclan, sondern auch Alberich, und Mime oder Fasolt und Fafner und natürlich der wendige Loge und die Rheintöchter ihre stimmlichen Möglichkeiten voll einbringen können, haben sie auch Antony Hermus zu verdanken. Der ist am Pult der Anhaltischen Philharmonie in Hochform, liefert den leichten Konversationston ebenso mühelos wie den großen Bogen, den dieser höchst gelungene Auftakt des Großprojektes braucht, um die Schubkraft fürs Ganze zu entfalten.”

Neue Merker

“Antony Hermus und die Anhaltische Philharmonie Dessau verstehen es über die gesamte Länge musikalische Spannung aufzubauen und zu halten. Ein ganz langsam sich einschwingendes Rheinmotiv schiebt die Handlung nach und nach an. Später erreichen auch die Blechbläser goldene Wucht. Die sehr fahle hingetupfte Begleitung bei der Alberich- Verfluchung spitzt sich äußerst dramatisch zu und geht wieder in eine fast plauderhafte kommunikative Stimmung über.”

FAZ

“André Bücker verlässt das Haus ebenso wie Generalmusikdirektor Antony Hermus, der den „Ring”, wie man es von diesem hochbegabten Musiker erwarten darf, wach, behutsam und entschieden dirigiert.”

Nmz

“Antony Hermus hat seine Anhaltische Philharmonie vom den ersten aus dem Nichts oder besser vom Rheingrund aufsteigenden Tönen bis zum Einzug der Götter in Walhall ganz vorzüglich im Griff. Er liefert mit diesem „Rheingold“ ein schönes Beispiel dafür, wie leicht das eigentlich schwer zu machende klingen kann. Mit allen Finessen, die der leichte Konversationston des Ringvorabends braucht, um die Worte verständlich von der Rampe aus (aber auch aus der Tiefe des Raumes) unters Volk kullern zu lassen Man folgt sozusagen aufs Wort dem nachvollziehbaren familiären Beziehungsstress dieser ach so menschlichen Götter, dem Bruderzwist zwischen den Riesen, dem Gier-Wettbewerb zwischen den beiden Nibelungenbrüdern Albreich und Mime. Aber auch der listige Witz des schlauen Loge funkelt auf, mit dem der jede Falschheit dieses Spiels um die Macht durchschaut und es anheizt, in dem er sich bewusst dumm stellt.”

Mitteldeutsche Zeitung

“Unter dem ebenfalls scheidenden Generalmusikdirektor Antony Hermus hat das Orchester an Transparenz und Selbstbewusstsein gewonnen und traf für das „Rheingold“, diese heimliche Komödie, den richtigen Ton: Nicht mulmig und schwer, sondern schillernd und leicht – mit romantischem Hörnerklang und warm timbrierten Holzbläsern.”


WAGNER Die Walküre

Anhaltisches Theater Dessau
October 2014

Neue Merker

“Gleiches gilt für den hervorragenden jungen Chefdirigenten Antony Hermus, der mit der Anhaltischen Philharmonie Dessau wirklich Großes geleistet hat. Außer wenigen, Tagesform abhängigen Wacklern in den Trompeten, konnte das Orchester durchweg begeistern, spielte durchhörbar und nicht zu laut, mit charmantem Holz, samtigen Streichern und dramatischen Pauken. Damit rundete es eine Ensembleleistung ab, in der es keinerlei Ausfälle und viele erfreuliche Höhepunkte gab.”

Neue Merker

“Die Pausen, in denen der Dialog stockt und das Orchester Verschwiegenes ausspricht, wirken unter Antony Hermus’ feinfühligem und geschmeidigen Dirigat lebendig und beredt. Immer wieder fallen sorgfältig durchgehörte und gestaltetete Details auf: Hier eine ungewöhnlich schmeichelnde Trompetenfanfare, da ein leise bohrender Orgelpunkt, dort ein ruhig ausschwingendes Solo der Bassklarinette, und all dies eingewoben in einen über drei Akte tragenden Spannungsbogen. Und immer wieder blüht in der Musik die illusorische Hoffnung auf, die üble Geschichte mit dem Ring könne doch noch zu einem guten Ende kommen.”

Neues Deutschland

“Dessau als Bayreuth des Nordens – das ist bislang auch deshalb noch kein Märchen aus uralten Zeiten, weil Antony Hermus und die Anhaltische Philharmonie einen fabelhaften Walküren-Sound draufhaben. Er überbrückt mit Grabenspannung auch die szenische Flaute im ersten Akt und schlägt sich in den folgenden beiden voll auf die Seite des Spielwillens und der imponierenden stimmlichen Qualitäten seiner Protagonisten. Jubel für das Ensemble, ein paar Buhs im Beifall fürs Regieteam und stehende Ovationen fürs Orchester!”


WAGNER Siegfried

Anhaltisches Theater Dessau
April 2013

Opernwelt

“Musikalisch begeisterte vor allem Antony Hermus mit unheimlich aus dem Pianissimo entwickelten Vorspielen, dazu einem quietschvergnügten Scherzo-Finale im ersten, übermütigem Vogelgezwitscher im zweiten und himmelhochjauchzendem Jubel im dritten Aktschluss.”

Neues Deutschland

“Subtil bringt die Anhaltische Philharmonie Dessau unter GMD Antony Hermus die Nuancen der Partitur zur Geltung: Die Stimmen der Sänger tragen ausgezeichnet, beeindruckend ist die gute Textartikulation. (Stefan Adam als Alberich, Dirk Aleschus als Fafner und Rita Kapfhammer als Erda sollen hier nicht verschwiegen werden.) Am Ende ist sogar Siegfried und Brünnhildes langer, oft überlang wirkender Dialog ansprechend und spannend.”

Operapoint

“Antony Hermus führt die Anhaltische Philharmonie ohne Probleme durch die Untiefen des Siegfried. Die symphonischen Abschnitte wie Waldweben oder Vorspiel zum dritten Akt werden monumental breit mit viel Leidenschaft gespielt. So werden die Motive deutlich herausgearbeitet und es gelingt die Wagnerschen Klangbögen zu einem großen Ganzen zu verschweißen.”

Mitteldeutsche Zeitung

“Antony Hermus gelingt mit der Anhaltischen Philharmonie ein großer Wurf. Mit seiner Energie hält er den großen Bogen, vermag aber auch den lyrischen Passagen Raum zugeben.”

Neue Merker

“Die gesungenen Dialoge mit Mime sind so rasant wie noch selten gesungen und gespielt, da wurde auch im Anhaltischen Orchester unter der Leitung Anthony Hermus große Wagner-Arbeit geleistet.”

Volksstimme

“Die Anhaltische Philharmonie unter GMD Antony Hermus interpretierte die Wagnersche Musik mit viel Gespür für Größe und Weite, widmete sich gleichermaßen akribisch den feinen Details.”

Neues Deutschland

“Musiziert wird unter der Leitung von Antony Hermus mit dramatischer Verve und Sinn für verständlichen Gesang. “


WAGNER Götterdämmerung

Anhaltisches Theater Dessau
July 2012

FAZ

“Im Zusammenspiel mit der von Antony Hermus sehr idiomatisch dirigierte Musik ergibt das ein Totalkunstwerk, über das Wagner fraglos freudig gestaunt hätte.”

Opernglas

“GMD Antony Hermus und die Anhaltische Philharmonie fügten sich wohltuend in die Gesamtkonzeption ein. Pathosfrei, luftig und leicht, großartig in den Zwischenspielen, dabei niemals dem bloßen Effekt geschuldet, sondern dezent zurückhaltend und erzählerisch-lyrisch den Situationen angepasst, präsentierten sie einen erzählerischen, lyrisch zelebrierten Orchesterklang.”

Opernwelt

“Intensiv hat auch Antony Hermus die Anhaltische Philharmonie vorbereitet. Mit nie erlahmendem Engagement sind die Musiker bei der Sache, souverän koordiniert der Dessauer Musikchef die Chorszenen, flüssig sind die Tempi der Rheintöchter.”

Orpheus

“GMD ANTONY HERMUS gelingt mit dem Orchester und den von HELMUT SONNE präzis einstudierten Chören (einschließlich der Statisterie) eine bis in den letzten Ton ausbalancierte, auf die Sänger ausgerichtete musikalische Interpretation der Partitur, fein ausgelotet bis ins kleinste musikalische Detail.”

Neue Merker

“Das Orchester erreicht dabei eine eine sprechende Intensität und wird so seiner Funktion als Handlungsprotagonist, vorausschauende Instanz und rückgewandte Reflexion unter der souveränen Leitung von Antony Hermus vollauf gerecht. In den instrumentalen Zwischenspielen “Rheinfahrt” und besonders im 3.Akt ‘Siegfrieds Trauermarsch’ und ’Untergang Walhalls’ erreicht die Anhaltische Philharmonie auch eine Schönheit und Plastizität des Spiels, die ihresgleichen sucht.”

Thüringer Allgemeine

“Seinen Jubel für die Protagonisten und die von Helmut Sonne einstudierten Chöre steigerte das Premierenpublikum noch einmal bei Antony Hermus und der Anhaltischen Philharmonie. Dem GMD und “Ring”-Neuling ist es wirklich auf Anhieb gelungen, die Geister der langen Wagner-Tradition im Bayreuth des Nordens für seinen “Ring”-Auftakt zu erwecken. Er hat den langen Atem für den großen Bogen mit der ausformulierten Spannung der einzelnen Szene faszinierend verbunden. Dafür gab es ganz zu recht stehende Ovationen.”

Bayerischen Rundfunk

“Dennoch ein großer Erfolg für Dessau, auch wegen des grandiosen Orchesters unter Leitung von Antony Hermus. Er dirigierte ausgesprochen feinfühlig, was den überwiegend hervorragenden Sängern zugutekam. Soviel Textverständlichkeit ist selten, und auch das darf getrost zu den Bauhaustugenden gerechnet werden.”

“Music is the language of passion.”Richard Wagner